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Anna Pawlowa: "Der sterbende Schwan" / Foto: Franz von Riel, (c) Dt. Tanzarchiv Kln


Staatsballett Berlin: "Die Bajadere" / (c) Foto: Monika Rittershaus


Ballett der Wiener Staatsoper: "Alles Walzer" (c) Foto: Ursula Kaufmann

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Was einst nur hfisches Gesellschaftsvergngen war, erhielt mit der Einrichtung der ersten Tanzakademie durch Ludwig XIV. im Jahre 1661 seinen professionellen Rahmen. Bewegungspositionen und Krperhaltungen wurden als Normen festgeschrieben, die bis heute das klassische Ballett prgen. Reformer wie Noverre gaben im 18. Jahrhundert den Tanzwerken dramatisch-moralische Inhalte und machten die Tanzkunst damit dem brgerlichen Publikum zugnglich. Als 1832 Marie Taglioni zur Darstellung einer Sylphide den Boden nur mit Zehenspitzen berhrte, wurde sie zum Ideal des romantischen Balletts und der Spitzentanz fr Ballerinen die tnzerische Perfektion. Ab Mitte des 19. Jahrhunderts bekam Paris als Hochburg des Balletts Konkurrenz durch St. Petersburg, wo am Zarenhof unter Leitung von Marius Petipa das klassisch-akademische Ballett weiterentwickelt wurde. Hhepunkte waren die Ballette Dornrschen (1890) und Schwanensee (1895). Anfang des 20. Jahrhunderts begann mit dem Impresario Serge de Diaghilew und seiner Kompanie der Ballets Russes die Erneuerung des Balletts. Ein neuer, am expressiven Krper orientierter Ballettstil entstand, fr den der Tnzer Nijinsky zum Inbegriff wurde. Die Neuerungen des modernen Tanzes im 20. Jahrhundert beeinflussten auch das Ballett, dessen tanztechnische Grundlage unverndert der klassische Tanz blieb. Mit dem aus Russland emigrierten Choreographen George Balanchine begann in den USA Mitte der 30er Jahre das klassische Ballett Fu zu fassen. Als Choreograph eines neoklassizistischen Stils, den er vor allem in seinen konzertanten, nicht erzhlerischen Balletten ausformte, beeinflusste Balanchine die gesamte Entwicklung des Balletts in der zweiten Hlfte des 20. Jahrhunderts. Neben ihm gaben ab den 50er Jahren Choreographen wie Hans van Manen, Maurice Bjart, John Cranko, John Neumeier oder William Forsythe dem klassischen Tanz eine zeitgeme Form, so dass auch vom modernen Ballett gesprochen wird.

Autorin: Hedwig Mller
Quelle: Tanzland Nordrhein-Westfalen, hrsg. vom MASSKS NRW, Referat Presse- und ffentlichkeitsarbeit, 1999268


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