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Die Sagen über griechische Gottheiten sind bis heute fester Bestandteil des westlichen kulturellen Selbstverständnisses und haben auch in unserem Alltag tiefe Spuren hinterlassen: vom geflügelten Wort über den Lateinunterricht bis zum Onlineshop-Händler. Dabei gilt doch die Zeit der Mythen spätestens mit der Aufklärung der Vergangenheit als beendet. Die Philosophen an der Schwelle zum 20. Jahrhundert prophezeiten bereits den „Tod des Mythos“ – ausgelöscht durch seinen Widersacher Logos, die Vernunft. Doch egal wie viel die Wissenschaft heute zu erklären vermag, die antiken Mythen halten sich hartnäckig und haben nichts von ihrer Faszination eingebüßt. Das liegt wohl auch daran, dass die Geschichten gar nicht so angestaubt sind, wie sie zunächst erscheinen mögen. Im Gegenteil: Die griechischen Gottheiten tragen zutiefst menschliche Züge und transportieren damit Wahrheiten, die den Menschen über die Jahrhunderte hinweg bis heute begleiten.

Dominique Dumais lässt sich in „#mythos“ von der Welt der Märchen und Mythen zu einem abendfüllenden Stück für die Tanzcompagnie des Mainfranken Theaters inspirieren. Dabei nutzt sie bekannte Archetypen, die in den Geschichten aller Zeiten und Kulturen auftraten, um darin nach Spuren zu suchen, die sie in der Gegenwart hinterlassen. So erwachsen aus alten Mythen neue Erzählungen für das Publikum von heute. Der Abend wird musikalisch gestaltet vom Philharmonischen Orchester Würzburg unter der Leitung von Gabór Hontvári.


 

zur bersicht48


#mythos / 2019, Mainfranken Theater / Nik Schlzel