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Der Nussknacker

Donnerstag, 07.12.2017, 19:30 h , 29 - 95 €
Deutsche Oper Berlin, Berlin

Choreographie und Inszenierung Nacho Duato
Bühne und Kostüme Jérôme Kaplan
Licht Brad Fields
Orchester Orchester der Deutschen Oper Berlin
Chor Kinderchor der Deutschen Oper Berlin
Es tanzen Solisten und Corps de ballet des Staatsballetts Berlin
Musikalische Leitung Robert Reimer
Clara Iana Salenko
Nussknacker-Prinz Marian Walter
Staatsballett Berlin

Weitere Termine    

110 Minuten inkl. 1 Pause




Wenn sich der Vorhang für „Der Nussknacker“ öffnet, trifft das Publikum auf die Familie Stahlbaum – das Weihnachtsfest ist bereits voll im Gange. Die Gäste tragen feine Roben der Belle Epoche und bewegen sich tänzerisch-elegant durch einen großzügigen Jugendstil-Salon. Nacho Duato hat die Handlung kurzerhand in das Jahr 1913 versetzt. Die für diesen Ballettklassiker eher ungewöhnliche Zeitreise hat nicht nur stilistische, sondern vor allem auch tänzerische Gründe. So gibt die elegante Mode des frühen 20. Jahrhunderts dem Ensemble mehr Bewegungsfreiheit als die steifen Kostüme des vorangegangenen Jahrhunderts. Ein kongenialer Kniff, der zugleich auf der Bühne eine magische Weihnachtswunderwelt voller Holzspielzeug und Matrosenanzüge entstehen lässt, wie es sie nur noch in unseren schönsten Träumen gibt. 
Bei der Bescherung werden die Kinder von ihrem Patenonkel Drosselmeier mit Geschenken überschüttet. Ein Prinz und eine Prinzessin, aber auch ein grimmiger Mausekönig sind darunter. Der kleinen Clara hat es aber besonders der hölzerne Nussknacker angetan. Bald senkt sich die Nacht über das glückliche Treiben; die Sterne am Weihnachtshimmel gehen auf und schießen als Sternschnuppen wie Schneeflocken durch die Nacht. Doch kaum ist es dunkel, erwachen die Puppen zum Leben. Schnell geht es überaus turbulent zu und der Nussknacker muss die kleine Clara vor den Angriffen des fiesen Mäusekönigs retten. Verwandelt in einen feschen Prinzen nimmt sie der Nussknacker gleich darauf mit auf eine exotische Reise in eine Zauberwelt, in der Muffins zu Gebirgen werden und Cocktailschirme Schatten spenden.
Nacho Duato orientiert sich in seiner Fassung des beliebten Familienklassikers, die 2013 am Sankt Petersburger Mikhailovsky-Theater seine Uraufführung feierte und zuletzt auch an der Mailänder Scala zu sehen war, stark an der Geschichte „Nussknacker und Mäusekönig“ von E.T.A. Hoffmann, die vor 200 Jahren in Berlin zuerst veröffentlicht wurde. Dabei ist die Erzählung viel mehr als nur eine Weihnachtsgeschichte. Es ist eine Geschichte vom Erwachsenwerden. Dies zeigt sich auch im Tanz. Bereits im ersten Akt sieht man deutliche Unterschiede zwischen den Bewegungen der Erwachsenen und jener der Kinder – dabei werden alle Partien ausschließlich vom Staatsballett-Ensemble getanzt. Im Laufe der Geschichte werden die Bewegungen der kleinen, aber frechen Clara dann immer erwachsener. Insgesamt ist Nacho Duato der klassischen Bewegungssprache des Balletts weitgehend treu geblieben, nicht aber ohne diese um seine eigene choreographische Handschrift zu bereichern. Eines ist sicher: Das werden magische Weihnachten!

Choreographie und Inszenierung: Nacho Duato
Bühne und Kostüme: Jérôme Kaplan
Licht: Brad Fields
Orchester: Orchester der Deutschen Oper Berlin
Chor: Kinderchor der Deutschen Oper Berlin
Es tanzen: Solisten und Corps de ballet des Staatsballetts Berlin
Musikalische Leitung: Robert Reimer
Clara: Iana Salenko
Nussknacker-Prinz: Marian Walter




ERSTER AKT
Es ist Heiligabend. In wenigen Stunden wird die Uhr Mitternacht schlagen – Zeit der Träume und des Zaubers. Unsere Geschichte beginnt, als der freundliche und geheimnisvolle Patenonkel Drosselmeier alle Kinder der Familie zur Bescherung zusammenruft – sie werden reich beschenkt. Zuguterletzt hat er eine besondere Überraschung für Clara, sein Patenkind. Sie bekommt einen Nussknacker. Von der hölzernen Figur fasziniert, schließt sie ihren neuen Liebling zärtlich in die Arme.
Als es spät geworden ist, gehen die Gäste nachhause und Familie Stahlbaum begibt sich zur Nachtruhe. Clara, die sich Sorgen um ihren geliebten Nussknacker macht, schleicht zum Weihnachtsbaum zurück, wo sie, ihn umschlungen haltend, einschläft.
Als die Uhr Mitternacht schlägt, geschehen merkwürdige Dinge. Die Spielzeuge unter dem Weihnachtsbaum werden lebendig, während sich der Salon mit Heerscharen von Mäusen füllt, die ihrem bösen Mäusekönig folgen. Der Nussknacker erwacht und führt seine Armee von Spielzeugsoldaten in die Schlacht. Dabei wird der Mäusekönig getötet, die Mäuse fliehen, und tragen den leblosen Körper ihres Anführers fort. Der Nussknacker verwandelt sich in einen leibhaftigen Prinzen und nimmt Clara mit auf die Reise in ein Zauberreich, wo sie von tanzenden Schneeflocken willkommen geheißen werden.
 
ZWEITER AKT
Im Zauberreich feiern die Spielzeuge den Sieg über den Mäusekönig. Sie führen verschiedene Tänze aus aller Welt auf. Clara und der Prinz sind glücklich. Clara weiß sehr gut, dass sie diesen wundervollen Traum wird verlassen müssen, sie weiß aber auch, dass er für immer ihr eigen bleiben wird. 



Erfahren Sie mehr: 45 Minuten vor Aufführungsbeginn erhält das Publikum am Veranstaltungsort eine kostenlose Einführung, die von Studierenden der Freien Universität Berlin im Rahmen der Ballett-Universität gestaltet wird. Ausgenommen sind Premieren, Gastspiele und Sonderveranstaltungen.






 

zur bersicht48


Copyright: Fernando Marcos


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