Impressum21    Sitemap28    Kontakt20    DEUTSCH_ENGLISH

NAH DRAN extended: re-dance (Kuratiert von Lee Méir.)

Samstag, 22.04.2017, 20:30 h , 8 - 13 €
ada - Studio & Bhne fr zeitgenssischen Tanz, Berlin


ada - Studio & Bhne fr zeitgenssischen Tanz

Diese Ausgabe von „NAH DRAN extended” vereint drei Arbeiten, die jeweils ein Verhältnis zu einem Tanzarchiv thematisieren, sei es ein persönliches oder ein gemeinsames oder eins, das jemand anderem gehört. Diese Arbeiten widersetzen sich jeglicher Linearität, indem sie sich zwischen Vergangenheit und Gegenwart, zwischen Erinnerung und Zukunft, zwischen Tanz und den Spuren, die er hinterlässt, verorten. Durch die Schaffung einer feinen Konfrontation zwischen Material und dessen Neuformulierung befragen sie Originalität, das „Neue”, Interpretation, Autorschaft und das, was durch den Körper geht und was darin eingeschrieben bleibt.

Die Reihe NAH DRAN präsentiert in regelmäßiger Folge neue oder weiterentwickelte kurze Stücke junger Tänzer und Choreografen, wobei die Grenzen zu Körper-, Sprech- und Musiktheater sowie Performance offen sind. Sie bietet Tänzern und Choreografen eine Plattform, um ihre Stücke (möglicherweise erstmals) in einem abendfüllenden Rahmen dem Berliner Publikum zu zeigen.

NAH DRAN extended heißt, dass die Arbeiten unter einem speziellen kuratorischen Aspekt ausgewählt wurden.

An der letzten Ausgabe von „NAH DRAN extended" im April 2016 war Lee Méir neben ihrer Performance „fourteen functional failures" bereits als Kuratorin beteiligt, 2017 kuratiert sie die "NAH DRAN extended"-Ausgaben im April und Juni. Sie war aber auch als Choreografin und Performerin bereits während ihres Studiums am HZT im ada Studio zu Gast: u.a. präsentierte sie bei „10 times 6" eine Studie zu ihrem später auch international sehr erfolgreichen Solo "Translation included".

Louise Trueheart: matter v
Louise Trueheart und Effie Browen arbeiten 2017 an einer Performance mit der „Everybody‘s Toolbox” (ET) als einzigem Generator von Material: „Wir wollen die ET- Open-Source-Methodik feiern, während wir Ego und Wunsch im Inneren des Glaubenssystems, dass nichts jemals neu ist, verhandeln. Auf diese Weise ist das Projekt nicht biografisch, aber unser Streben, Tänze „wiederzuverwenden”, beruht auf unserer Erfahrung als queere Körper, die sich jeglichem Besitzdenken verweigern, nach Transparenz streben und Ressourcen teilen. Angesichts des buchstäblichen Meeres zwischen uns beginnen wir diesen Prozess, indem wir zwei Soli erarbeiten. Stellen Sie sich einen intimen Dialog vor, der nur aus dem Material besteht, das durch ein Selbstinterview erzeugt wird - mit mir, einem entfernten Freund und einem anonymen Publikum.

Alice Heyward: Before The Fact
Alice lokalisiert ihre Choreografie im Zusammentreffen von Sprache und Bewegung. „Before The Fact” („Vor der Tatsache”) ist ein Stück, das „vom Blatt auf die Bühne” entstanden ist und seine Eckpunkte aus den imaginären Tanznotationszeichnungen des Illustrators Ilya Milstein generiert hat. Alices Arbeit repräsentiert die Choreografie, die in der Zukunft performt wird, eine Zukunft, die Tänze mit einschließt, die fiktive Notationen verkörpern. Die Beziehung zwischen der Arbeit und ihren Spuren umkehrend, rahmt Alice Geschichte neu, indem sie ein Archiv der fragmentarischen Bewegungen kreiert, aus einem Tanz, der fragmentarisch und für immer unvollendet ist. Alices Arbeit erweitert die Grenzen der Choreografie, indem sie visuelle, klangliche und textuelle Formen durchforscht.

Roni Katz: Slides
„Slides” fungiert als verkörperte Erinnerung an Tanzerfahrungen durch die Schaffung einer personifizierten Variation von Werken, die bisher die Tanz„karriere” der Tänzerin beeinflusst haben. Das Stück erkennt Inspiration und Erbe an sowie die Unmöglichkeit, gelernte Muster und Ausbildung abzutrennen. Durch den Einsatz vergangener Methodiken, Stile und Gesten akzeptiert das Stück den Wunsch, mit der Geschichte, dem vorgeschriebenen Wissen in Verbindung zu bleiben, Spuren zu verfolgen und der Symbiose zwischen Gegen¬wart und Vergangenheit nachzugeben. Eine Tänzerin ist auf der Suche, verfolgt starke Beziehungen und körperliche Pfade, auf der Suche nach den Gründen, warum sie zu tanzen begonnen hat und warum sie immer noch tanzt.



>>> BIOS >>> sieh unten


ada Studio & Bühne für zeitgenössischen Tanz in den Uferstudios, Studio 7, Uferstraße 23, 13357 Berlin (U8 Pankstr., U9 Nauener Platz)
Tickets: slidingscale 8 - 13 Euro, Reservierung/ Tel.: 21 800 507, ada-berlin@gmx.de

+++ Das ada wird im Rahmen der zweijährigen Spielstättenförderung der Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa gefördert. +++
Das ada ist Partner der tanzcard. Die tanzcard bietet ca. 20% Ermäßigung auf den regulären Eintrittspreis.Infos und Bestellung: www.tanzraumberlin.de
Alexandra Hennig begleitet das ada Studio in der Spielzeit 2016/17 als Studioschreiberin.
Fotonachweis S 1.: Roni Katz: Slides,Bild Nr. 2, © Si Wachsman, 9,74 > 55,3 MB, 44,86 x 30,89 cm, 300 dpi


<<< AUßERDEM IM APRIL:
8./9.4.2017, 20:30, 10 times 6 - 10 Stücke, keines länger als 6 Minuten
Nächste Ausgabe von „NAH DRAN extended“: 10./11. Juni 2017, 20:30 h, mit Arbeiten von Manon Parent, Nasheeka Nedsreal, Shai Faran



BIOS

Louise Trueheart ist Tänzerin, Autorin und Choreografin. Ihre Tanzkunst wurde auf internationalen Festivals und in Galerien gezeigt. Louise ist Redakteurin für die queere feministische Plattform COVEN BERLIN und in der Arbeitsgruppe INTERNATIONAL NOTICE. Sie arbeitete mit Hana Erdman, Nikima Jagudajev, Ruairi Donovan, Alice Chauchat, Tino Sehgal, Asaf Aharonson und Cecile Bally. Vor kurzem war sie bei der Watch and Talk Residency in Basel, hatte eine Wild Card für Critical Practice in Skopje und freut sich auf eine Residenz im Tanzhaus Zürich 2017.

Alice Heyward absolvierte die VCA (Victorian College of Arts/University of Melbourne) mit einem Bachelor of Dance im Jahr 2013. Seitdem erweitert sie ihre Praxis als Tänzerin, Performerin, Choreografin und Autorin in Australien und Europa. Ihre Arbeiten wurden bei Dancehouse (Keir Choreographic Award), Murray White Room, sowie bei kleinen Festivals und Plattformen in Melbourne, Berlin und darüber hinaus präsentiert. Sie arbeitet choreografisch in laufenden, Freundschafts-basierten Kooperationen. 2016 erhielt sie das danceWEB Stipendium bei ImPulsTanz Wien und war Residentin bei Zagreba ki plesni centar, Arthouse und bei Lucy Guerin Inc.

Seit 2011 arbeitet Roni Katz in Berlin als Choreografin, Performerin, Dramaturgin und Autorin. Durch eine kontinuierliche Praxis ausgedehnten Choreografierens - in der Regel, aber nicht immer mit neuen und alten Freunden, sucht Roni nach dem passenden Medium, um persönlich-politische Dinge zu manifestieren, wobei sie oft eine Bühne anderswo findet, indem sie Events, Installationen, Konversationen und Materialien choreografiert. Roni ist zusammen mit Agata Siniarska und Xenia Taniko Dwertmann Mitbegründerin des Freundschafts-basierten Kollektivs female trouble. female trouble hat die kreative öffentliche Plattform VULVA CLUB initiiert, um unterrepräsentierte queere/feministische Perspektiven in temporären, fragilen Gemeinschaften zu stärken.

Lee Méir (IL/DE 1984) ist eine ChoreographIn und PerformerIn, die vorwiegend in Berlin und Tel Aviv arbeitet. Ihre Arbeit erforscht paradoxe Zustände und untersucht die Künstlichkeit perfor¬mativer Situationen. Ihre Stücke werden international gezeigt. Ihre Soloperformance „Translation included“ erhielt 2011 den 1. Preis für junge Choreografen bei der israelischen Biennale in Tel Aviv. 2013 schloss sie ihr Studium am HZT Berlin ab. 2014 bekam sie die Einstiegsförderung der Berliner Senatskanzlei, das danceWEB-Stipendium bei ImpulsTanz Wien und wurde vom israelischen Kulturministerium gefördert. 2015 kreierte sie „play dead“ (Diver Festival/ Clipa Theater, Tel Aviv/ CC Heidelberg). Eingeladen vom Intimadance Festival in Tel Aviv kreierte Lee in Zusammenarbeit mit Roni Katz ein performatives Symposium zum Thema Kunst und Widerstand, zu dem sie eine Gruppe von israelischen und palästinensischen Künstlern zur Mitarbeit einluden. Lee arbeitet regelmäßig mit KünstlerInnen wie Deufert&Plischke, Otso Huopaniemi, Maya Weinberg, André Lewski und Kareth Schaffer. 2017 wird sie, gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds, das internationale Performance-Projekt "Across the Middle, Past the East" realisieren. www.leemeir.com



Weitere Informationen:762
www.ada-studio.de

 

zur bersicht48


Louise Trueheart: matter v / Effie Bowen


Louise Trueheart: matter v / Effie Bowen


Alice Heyward: Before The Fact / Gregory Lorenzutti


Alice Heyward: Before The Fact / Gregory Lorenzutti


Roni Katz: Slides / Si Wachsman


Roni Katz: Slides / Si Wachsman